Das Horizontalspülbohrverfahren punktet mit seiner Umweltfreundlichkeit, da es nur punktuell in die Natur eingreift. Auch im innerstädtischen Bereich kommt es nur zu minimalen Bodenbeeinträchtigungen. Außerdem ist es das ideale Verfahren, da im Gegensatz zur offenen Bauweise verschiedene Faktoren wie Baukosten, Bauzeiten, Erdbewegungen und Oberflächengestaltung sowie die Umleitung des Verkehrs reduziert werden. Zudem gestaltet sich das Genehmigungsverfahren für das Spülbohrverfahren wesentlich einfacher.

Dieses HDD-Verfahren ist daher die perfekte Methode, wenn eine Verlegung im offenen Graben nicht ratsam oder durchführbar ist. Es eignet sich für die Verlegung von Kabelschutzrohren und Mikrorohrbündeln. Letztere können sowohl in geraden Abschnitten als auch in Kurven verlegt werden. Sie entscheiden sich also für eine schnelle Verlegetechnik mit geringeren Gesamtkosten. Die Spülbohrtechnik ist für Bodenarten bis zur Bodenklasse 5 geeignet und kann auch für Onshore/Offshore-Verbindungen in Küstenregionen eingesetzt werden.

Gleichzeitig ergibt sich durch die hohe tägliche Bohrleistung eine erhebliche Zeitersparnis, da nur minimale Eingriffe in den Boden erfolgen, es zu keinen nachträglichen Setzungen und damit nicht zu Folgeschäden kommt. Die Lärm- und Staubbelastung ist gering, was Umwelt und Anwohner schont. Es handelt sich um ein Verfahren, das witterungsunabhängig durchgeführt werden kann. Die Baustellenumgebung wird durch die kurze Bauzeit nur minimal beeinträchtigt. Der Verbrauch von Sand, Kies und Deponieressourcen ist ebenfalls sehr gering.